Imagefilm, Werbung, Produktvideo, Reel, Recruiting-Clip – das Bewegtbild ist längst nicht mehr wegzudenken. Auch nicht aus dem Human Resource.  Richtig eingesetzt ist es zudem weit mehr als nur ein Trend. Filme können einen Mehrwert für alle Bereiche des HRs bieten.

Filme Im Hr

Influencer*in ist eine valide Jobbezeichnung geworden, YouTube und TikTok machen Google als Suchmaschine Konkurrenz und selbst Instagram (= instant camera telegramm) hat das Kerngeschäft verlassen und Fotos wurden längst von Videos verdrängt. Die Social-Media-Kanäle haben unser Verhalten so massgebend geprägt, dass sich das Storytelling mittels Films auch abseits der Apps verbreitet hat. Die Zeiten, in denen ausführliche Texte gelesen wurden, sind vorbei. Ob das gut oder schlecht ist, darüber kann gestritten werden. Fakt ist, dass Inhalte heute visuell ansprechend und möglichst schnell “ankommen” müssen, um konsumiert zu werden. Content ist im Überfluss vorhanden und unsere Aufmerksamkeit wird zu einem heiss umkämpften Gut. Wie also kann man als Unternehmen diese Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Die Antwort: Durch den cleveren Einsatz von Filmen.

 

Wieso Filme im HR?

Wie bereits erwähnt, leben wir in einer Aufmerksamkeits-Ökonomie. Das heisst, dass unsere Aufmerksamkeit die Währung ist, mit welcher wir für Inhalte “bezahlen”, die wir (online) konsumieren. Nun könnte man meinen, dass die Zunahme an Reizen und Eindrücken unsere Aufmerksamkeit wie einen Muskel stärken. Leider zeigt sich, dass das Gegenteil der Fall ist. Unsere Konzentrationsfähigkeit nimmt immer mehr ab und unsere Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer. Konkret heisst das, dass ein Inhalt innert 1-3 Sekunden unser Interesse erwecken muss, sonst ist das Fenster schon wieder geschlossen, und wir suchen weiter. Dies geschieht unbewusst, wir haben es uns im Umgang mit den Social-Media-Feeds selbst antrainiert.
Auch in Erinnerung bleibt nur ein Bruchteil dessen, was den ganzen Tag über konsumiert wird.
Für Unternehmen bedeutet das: Möchte man Aufmerksamkeit auf sich ziehen – sei dies für Produkte oder als Arbeitgeber*in – muss man im Kampf um Aufmerksamkeit mitmischen. Lange Texte, gestellte Bilder (oder gar Stock-Fotos) und abgeschlagene Schlagzeilen tragen dabei aber kaum noch Früchte. Was es braucht, ist ein gutes Storytelling. Und dieses muss dazu auch visuell möglichst ansprechend aufbereitet sein. Eine Möglichkeit dies zu erreichen ist der Film. Durch eine durchdachte Dramaturgie fesselt er den Zuschauer, er transportiert echte Emotionen und mittels eines überraschenden Einstiegs erregt er die viel umkämpfte Aufmerksamkeit. Zudem erreicht er die Zielgruppen auf den Kanälen, auf denen sie sich bevorzugt aufhalten.

Filme im Employer Branding und Recruiting

Als Teil der Employer Branding Strategie bieten sich gleich mehrere Einsatzgebiete für Filme.
Vorneweg der klassische Imagefilm. Wird hier mehr auf die Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur fokussiert als auf die angebotenen Produkte, eignet sich der Imagefilm hervorragend als Teil eines umfassenden Employer Brandings. Auch Bewerbenden ermöglicht er einen Einblick ins Unternehmen und einen ersten Kontaktpunkt mit der Unternehmenskultur.

Dies bringt uns gleich zum nächsten Format, dem Recruiting-Film. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann ein Recruiting-Film frischen Wind in die Suche nach neuen Mitarbeitenden bringen. Einerseits lässt sich so ein Film ganz anders vermarkten als eine klassische Stellenanzeige (i.B. Social-Media) und andererseits ermöglicht er einen tieferen, emotionaleren Einblick ins Unternehmen und sorgt somit für passendere Bewerbungen insbesondere auch hinsichtlich des Cultural-Fits. Durch das Verbreiten auf Social-Media, Stichwort Targeting, können ausserdem nicht nur mehr aktiv-, sondern insbesondere auch passiv Suchende Personen erreicht werden. Dies sind Personen, die aufgrund eines gezielten Ads, mit dem gewünschten Content auf Social-Media-Kanälen subtil auf ein Unternehmen und dessen auf Botschaft aufmerksam gemacht werden.

 

Zahlen und Fakten:

Videos haben einen direkten Einfluss…

 

…auf die Engagement-Rate bei Social-Media-Postings:

-               Video-Posts auf LinkedIn erzielen dreimal mehr Engagement als reine Textbeiträge. (Quelle: LinkedIn)

 

…auf die Verweildauer auf Karriereseiten:

-              Nutzer*innen verbringen 88 % mehr Zeit auf Webseiten, die Videos enthalten. (Quelle: Wyzowl)

 

… darauf, wie die Arbeitgebermarke wahrgenommen wird:

-              80 % der Befragten einer Studie gaben an, dass Videos ihnen helfen, ein besseres Verständnis für die Kultur und Werte eines Unternehmens zu bekommen. (Quelle: Glassdoor)

 

Es ist also kein Zufall, dass auf Karriereseiten vermehrt der Satz “Wenn Sie lieber schauen als lesen” inklusive der der direkte Verweis auf einen Film zu finden ist.