Wie gelingt ein Employer Branding Film?

Welche Stolpersteine sind zu vermeiden?

Wie erziele ich die viel zitierte Authentizität?

Bei faeh+faeh vereinen wir Know-How in Human Resources /Employer Branding- und Film-Fachwissen. Wir produzieren seit 2017 professionelle Filme in den Bereichen Arbeitgebermarke- und Rekrutierungs-Filme. In diesem Beitrag teilen wir unsere Erfahrung und unser Wissen mit euch und erklären, was einen erfolgreichen Employer Branding Film ausmacht.

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Eine gute Vorbereitung ist für alle Filme wichtig. Bei Arbeitgeber Filmen aber nochmals besonders. Denn idealerweise ist der Film ein Teil eines übergeordneten Employer Branding Konzepts und auch eingebettet in die HR Gesamtstrategie. Dann gilt es auch, die EVP (Employer Value Proposition), falls vorhanden, sinnvoll in das Drehbuch einzubinden. (Mehr Infos dazu hier)

Wenn kein Employer Branding Konzept und kein EVP bestehen, stecken wir etwas extra Liebe in das Filmkonzept. Schliesslich geht es darum, die Arbeitgebermarke langfristig zu stärken. Dazu muss diese aber erst einmal als Grundlage erarbeitet werden. Bei faeh+faeh machen wir das in einem sorgfälltig und individuell vorbereiteten Workshop. Dabei gilt es herauszufinden, wie ihr als Unternehmen aber auch als Mitarbeitende «tickt». Was bewegt und motiviert euch? Wofür steht ihr morgens auf? Was macht euer Unternehmen besonders? Wo möchtet ihr hin? Wie verhält sich eine Teamleader*in bei euch? Wie wird geführt? Wie ist der Umgang mit Fehlern? tc.


Nebst den Werten und dem EVP des Unternehmens schauen wir in unseren Workshops aber auch an, wo die Zielgruppe des Films liegt. Und noch wichtiger: Wie wir in dieser Zielgruppe eine Aktivierung bewirken können. Für uns ist das die Währung des Erfolgs. Und weiter werden auch die Punkte #2 und #3 angeschaut.

Wir lieben diese Workshops. Sie bereiten allen Beteiligten wahnsinnig viel Spass und für uns ist es immer wieder schön mitanzusehen, wie die Teams in diesen Stunden zusammenrücken. So zumindest das, was wir an Feedback bekommen 😉.

Differenziatoren sind Eigenschaften eures Unternehmens, welche es von anderen, ähnlichen Betrieben unterscheidet. Also Alleinstellungsmerkmale. Zusammen mit den Werten, bilden sie wichtige Grundpfeiler der Arbeitgebermarke. Und auf diesen Eigenschaften bauen wir Employer Branding Filme auf. Sie sind die Aufhänger für die Kernbotschaft, welche wir transportieren möchten.

Die Differenziatoren entdecken wir beispielsweise bei der Trichterübung. Dabei suchen wir nach Eigenschaften eures Unternehmens und untersuchen diese dann darauf, ob ähnliche Unternehmen diese Eigenschaften auch verkörpern und ob diese Eigenschaften Emotionen auslösen. Es nutzt euch nämlich nichts, wenn ihr Alleinstellungsmerkmale identifiziert, diese die Zielgruppe aber nicht bewegen.

Stellt euch dazu folgende Fragen zu eurem Unternehmen: «Welche Eigenschaft zeichnet uns aus? Was ist uns besonders wichtig? Was machen wir anders als unsere Mitbewerber*innen?» Und dann schaut euch die Resultate an und fragt euch bei jedem einzelnen: «Löst das Gefühle in mir aus? Und wird das Gefühle in der Zielgruppe auslösen?»

Authentizität ist für uns faeh+faeh’s der Schlüssel zum Erfolg. Der heilige Gral. Wir mögen keine immer gleichen, langweiligen Filme mit Botschaften, welche auch beim Konkurrenten über der Strasse funktionieren würden. Wir wollen mehr – wir wollen euren Kern, euer Herz erkennen und uns mit euch zusammen ins Zeug legen um euch so, auf positive Art, zeigen zu können, wie ihr wirklich seid. Mit Ecken. Und mit Kanten. Nur dann wird der Film auch in der richtigen Zielgruppe eine Aktivierung bewirken. Nämlich weil die Zielgruppe sich mit ihren eigenen Ecken und Kanten, angesprochen und verstanden fühlt.

Sich authentisch zu zeigen ist das wahrscheinlich wichtigste Kriterium für einen gelungenen Employer Branding Film. Das beginnt schon damit, dass eure Differenziatoren authentisch sein sollen. Es spielt aber auch in vielen weiteren Entscheidungen des Films eine sehr wichtige Rolle.

Beispielsweise bei der Art des Films. Es gibt jede Menge unterschiedlicher Filmarten, die in Frage kommen könnten. Wichtig ist dabei nur, dass die Art des Films zu eurem Unternehmen passt und ihr euch wohl damit fühlt. (Mehr dazu hier)

Aber nicht nur die Art des Films ist wichtig. Das gesamte Endprodukt soll euer Unternehmen authentisch darstellen. Das heisst Stil, Farbgebung, Storytelling als auch Sounddesign müssen zu euch passen. Dass für einen authentischen Film das Verwenden von Stock-Material ein No-Go ist, erklärt sich von selbst, oder?
Und das bringt uns auch zum nächsten Punkt:

Nichts ist authentischer, als die eigenen Mitarbeitenden vor die Kamera zu stellen.
Bei faeh+faeh arbeiten wir für Employer Branding Filme nie mit Schauspieler*innen. Denn wir glauben fest daran, dass die Mitarbeitenden die besten Markenbotschafter*innen sind. Und zudem könnten sich potenzielle, künftige Mitarbeitende abgeschreckt fühlen, wenn sie glauben, dass im Unternehmen nur Brad Pitts und Angelina Jolies arbeiten.

Wichtig ist aber auch, dass die Mitarbeitenden Freude am Projekt haben. Zwingt niemanden dazu mitzumachen. Bisher konnten wir in jedem Unternehmen ein paar Mutige finden, die sich freiwillig vor die Kamera gestellt haben. Auch wenn viele zu Beginn an ihrem «Können» als Filmstar zweifeln, wenn sich die Protagonist*innen offen und neugierig darauf einlassen, dann sind sie genau die Richtigen.

Schauspieler*innen sind darin trainiert, auswendig gelernte Texte natürlich vorzutragen. Da wir aber, wie bereits erwähnt, nicht mit Schauspieler*innen arbeiten, verzichten wir wo immer möglich auch auf das Skripten von Texten. Denn einerseits klingt es schnell wie das Gedicht vortragen damals in der Grundschule und andererseits möchten wir authentische Antworten, die im Moment entstehen und von echten Gefühlen begleitet werden. Wird etwas auswendig Gelerntes vorgetragen, oder ein Text vom Teleprompter abgelesen, fallen die echten Emotionen meist weg. Und wir finden, echte Emotionen sind das Wichtigste an Filmen.

Das heisst aber nicht, dass wir die Protagonist*innen grundsätzlich in kaltes Wasser werfen. Das ist zwar auch schon vorgekommen, aber es ist die Ausnahme. Meist erhalten alle Beteiligten vorgängig einen Drehplan und eine Auswahl an Fragen, welche ihnen gestellt werden könnten. So können sie sich bereits Gedanken zu ihren Antworten machen fühlen sich vor der Kamera nicht überrumpelt.

Wenn ihr euer Storyboard lest oder euren Film seht, sollte es in euch ein Gefühl von «So sind wir.» auslösen. Dann habt ihr alles richtig gemacht. Mit dieser Frage im Hinterkopf solltet ihr also das Projekt Employer Branding Film starten. Fragt euch bei jeder Entscheidung «Sind wir das?» - Die Antwort sollte immer ein Ja sein und von Herzen kommen.